Ubuntu 8.04.1 baut auf die Kombination aus Debian GNU/Linux mit selbst entwickelten Features auf und verwendet die Desktopumgebung GNOME 2.22. Die Stärken von Debian – Stabilität, Community-Support und ein leistungsfähiges Paketmanagement mit einer Riesenmenge einfach installierbarer Software – bleiben erhalten, die Debian-Schwächen – Releases mit schon bei Erscheinen veralteter Software, umständliche Installation und eine schlechte Vorkonfiguration speziell für den Desktop-Einsatz – werden beseitigt. Dem Einsteiger verhilft Ubuntu so zu schnellen Erfolgen, während der Linux-Profi beliebig tief in die Debian-Abgründe eintauchen kann. Jetzt mit "WUBI" dem Programm zu Installieren und Deinstallieren direkt von Windows aus ohne Partitionierung und Formatierung der Festplatte. Einfach unter System->Software Ubuntu wie ein normales Programm wieder deinstallieren.
Fedora 9 basiert auf Kernel 2.6.25 und GNOME 2.22. Der X-Server von X.org wurde in Version 1.5 integriert. Diese Version soll schneller starten als frühere und den Großteil der Hardware automatisch erkennen. AbiWord ist in Version 2.6.3 enthalten. Weitere Komponenten sind unter anderem Firefox 3 (Beta), NetworkManager 0.7, PulseAudio, das nun standardmäßig aktiviert wird, Compiz und Compiz Fusion (nicht standardmäßig aktiviert). Der Installer Anaconda auf unterstützt nun die Modifikation von bestehenden ext2-, ext3- und NTFS-Partitionen und die Installation des Systems in ein verschlüsseltes Dateisystem. Darüber hinaus wurde der Systemrettungsmodus weiter verbessert. Als Paketverwaltung kommt in Fedora 9 PackageKit zum Einsatz, das auf Yum aufsetzt. Abstürze des Kernels können nun automatisiert an kerneloops.org gemeldet werden.
OpenSuse 11.0 bringt den Kernel 2.6.25.5, GCC 4.3.1, X.Org 7.3, Binutils 2.18.50 und Glibc 2.8 mit. Zusammen mit Gnome 2.22 wurde auch YaST auf Qt4 portiert. Gnome-Anwender bekommen ferner den neuen Gnome-Docker. Diese kleine Anwendung kümmert sich um die Unterstützung der Hotkeys und informiert, wenn das Notebook in eine Dockingstation gesteckt oder daraus entfernt wird. Wird es angeschlossen, kann der Gnome-Docker auch automatisch externe Monitore aktivieren beziehungsweise sie deaktivieren, wenn das Gerät wieder aus der Dockingstation entfernt wird. Überhaupt wurde einiges für den Einsatz auf Notebooks getan. Suspend und Resume sollen zuverlässiger funktionieren und auch der Stromverbrauch soll niedriger sein als bei der Vorgängerversion. Standardmäßig wird nun das Plasma-Thema Aya benutzt. Wie bei Ubuntu und Fedora ist der neue Standardbrowser bei OpenSuse der Firefox 3.0. Der Network-Manager 0.7 wurde zudem um UMTS-Unterstützung erweitert.