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KDE 4.2 ist verfügbar
Mit Version 4.2 bringt der KDE-4-Desktop endlich die Features und Stabilität mit, welche man für die tägliche Arbeit braucht. Wer bereits einen KDE-4-Desktop nutzt, sollte deshalb unbedingt auf die neue Version wechseln. Fertige Pakete gibt es zurzeit für Kubuntu 8.10 und die drei neuesten OpenSuse-Versionen. Debian-Nutzer finden im Experimental-Zweig Pakete von KDE 4.2, Fedora-Nutzer erhalten die Pakete in Kürze über das Systemupdate.

Auszug aus der Pressemitteilung von KDE.org
KDE 4.2 (Kodename: „The Answer“ – „Die Antwort“) bringt eine verbesserte Bedienbarkeit der Benutzeroberfläche, Anwendungen und Entwicklungsplattform mit sich.
27. Januar, 2009. Die Gemeinschaft der KDE-Entwickler gab heute die sofortige Verfügbarkeit von „The Answer“ – „Die Antwort“ (alias KDE 4.2.0) bekannt, um die freie Arbeitsumgebung bereit für Endanwender zu machen. KDE 4.2 baut auf die Technologien, welche mit KDE 4.0 im Januar 2008 eingeführt wurden, auf. Nach der Veröffentlichung von KDE 4.1, welches sich noch mehr an versierte Benutzer richtete, ist sich die KDE-Entwicklergemeinde nun sicher ein ausgereiftes Produkt für den Großteil der Endanwender bereit zu stellen.
Die Arbeitsoberfläche verbessert die Benutzbarkeit
Weitere Verbesserungen der Plasma-Arbeitsoberfläche machen die Organisation Ihrer Arbeitsumgebung noch einfacher. Es gibt neue und verbesserte Miniprogramme, wie zum Beispiel ein Schnellstarter-, Wetterinformation-, Nachrichtenfeed-, Comic- und „Pastebin“-Miniprogramm (für den einfachen, gemeinsamen Zugriff auf Dateien). Plasma-Miniprogramme können nun auch oberhalb des Bildschirmschoners verwendet werden, um zum Beispiel eine Notiz zu hinterlassen während der Besitzer nicht anwesend ist. Optional dazu kann Plasma auch wie eine traditionelle, einem Dateimanager ähnliche Arbeitsoberfläche verwendet werden. Vorschaubilder für Dateisymbole und dauerhafte Ausrichtungen von Symbolen wurden implementiert. Die Plasma-Kontrollleiste verfügt nun über die Möglichkeit gleiche Anwendungen zu gruppieren, sowie mehrere Anwendungen mehrzeilig anzuzeigen. Der verbesserte Systemabschnitt der Kontrollleiste ist nun in der Lage länger dauernde Vorgänge mitzuverfolgen (zum Beispiel das Herunterladen von Dateien). System- und Programmnachrichten werden nun in einer einheitlichen Weise durch den Systemabschnitt der Kontrollleiste angezeigt. Um Platz zu sparen können Symbole in diesem Abschnitt nun ausgeblendet werden. Auch die Kontrollleiste selbst kann automatisch ausgeblendet werden, um mehr Platz auf dem Bildschirm zu schaffen. Miniprogramme können sowohl auf der Arbeitsoberfläche, als auch in Kontrollleisten angezeigt werden.
KWin bietet flüssiges und effizientes Fenstermanagement. In KDE 4.2 wird die Bewegungsphysik verwendet, um ein natürliches Gefühl bei alten und neuen Effekten, wie zum Beispiel dem „Würfel“ oder der „magischen Lampe“, zu erzeugen. KWin aktiviert diese Arbeitsflächeneffekte standardmäßig nur auf Rechnern, die technisch in der Lage sind sie zu handhaben. Eine vereinfachte Konfiguration erlaubt es dem Benutzer verschiedene Effekte zum Wechseln zwischen Fenstern auszuwählen, um den Vorgang so effizient wie möglich zu machen.
Neue und verbesserte Arbeitswerkzeuge verbessern Ihre Produktivität. PowerDevil unterstützt Ihr mobiles Leben, indem es eine moderne und gleichzeitig dezente Stromverbrauchsüberwachung, für Laptops und mobile Geräte, bietet. Ark bietet Ihnen „intelligentes“ Entpacken und Erstellen von Archivdateien, und die neuen Drucker-Werkzeuge machen es einfach Drucker und Druckaufträge zu verwalten.
Zudem wurde mit der Unterstützung einiger neuer Sprachen die Zahl der Benutzer, für die KDE in Ihrer Muttersprache zur Verfügung steht, auf zirka 700 Millionen erweitert. Die neuen unterstützten Sprachen sind Arabisch, Isländisch, Baskisch, Hebräisch, Rumänisch, Tadschikisch, sowie einige indische Sprachen (Bengalisch, Gujarati, Kanaresisch, Maithili und Marathi), was einen Popularitätsschub in diesem Teil von Asien zeigt.
Die Anwendungen machen einen großen Sprung nach vorn
Das Verwalten von Dateien wird einfacher und schneller. Der Dateimanager Dolphin verfügt jetzt über einen Schieberegler, um ganz einfach die Symbolgröße einzustellen. Weitere Verbesserung der Benutzeroberfläche beinhalten Kurzinfos mit Vorschau und eine Anzeige für verfügbares Speichervolumen von entfernbaren Speichermedien. Diese Änderungen wurden auch auf die Datei-Dialoge in KDE angewendet, um das Auffinden der richtigen Datei einfacher zu machen.
Die E-Mail-Listenansicht von KMail wurde, im Rahmen des „Google Summer of Code“, von einem Studenten rundum erneuert. Es ist jetzt möglich das Anzeigen von zusätzlichen Informationen einzustellen, um so das Arbeiten mit jedem einzelnen Ordner zu optimieren. Auch wurde die Unterstützung von IMAP und anderen Protokollen verbessert, um KMail schneller zu machen.
Das Benutzen und Durchsuchen des Internet wird besser. Der Webbrowser Konqueror bietet verbesserte Unterstützung für skalierbare Vektorgrafiken und erfuhr außerdem einige Verbesserungen in puncto Geschwindigkeit. Ein neuer Durchsuchen-Dialog gestaltet das Suchen innerhalb von Webseiten einfacher. Beim Start zeigt Ihnen Konqueror nun außerdem Ihre Lesezeichen.
Die Plattform beschleunigt die Entwicklung
Erweiterte Unterstützung für Skriptsprachen. Plasma-Miniprogramme können jetzt in JavaScript, Python und Ruby geschrieben werden. Diese Miniprogramme können online über Internet-Dienste wie zum Beispiel OpenDesktop.org an andere weitergegeben werden. GoogleGadgets können jetzt mit Plasma verwendet werden, und die Unterstützung für die so genannten „Mac OS X dashboard widgets“ wurde weiter verbessert.
Vorabversionen von zahlreichen KDE-Anwendungen für Windows und Mac OS X sind verfügbar, einige dieser Anwendung haben bereits die für die Veröffentlichung nötige Qualität erreicht, an anderen muss noch gearbeitet werden. Abhängig von der Funktionalität, die diese Anwendungen implementieren. Die Unterstützung von OpenSolaris verbessert sich stetig und ist bereits ziemlich Stabil. Die Entwicklung von KDE 4 auf FreeBSD macht Fortschritte und dauert noch an.
Nachdem Qt unter den Bedingungen der LGPL veröffentlicht werden wird, sind dann Beide – die KDE-Bibliotheken und Qt – unter diesen aufgelockerten Lizenzbedingungen verfügbar. Dies macht KDE zu einer noch attraktiveren Plattform für kommerzielle Software-Entwicklung.
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